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Plastik – die Bedrohung der Meere

Gepostet am 08 Februar 2019

Die Ozeane unseres Planeten nehmen den grössten Teil seiner Oberfläche ein – und sind von grosser Bedeutung. Sie bieten zahllosen Tieren und Pflanzen Lebensräume und sind auch für uns Menschen, die wir auf den Meeren praktisch nur „zu Gast“ sind, eine Quelle der Nahrung und der Erholung. Aber nicht nur dass, die Weltmeere sind ein wesentliches Klima-Subsystem des Planeten, das in ständigem Ausgleich mit der Atmosphäre steht und einen erheblichen Anteil am Temperaturausgleich hat.

Viele gute Gründe also, die Ozeane zu schätzen und zu schützen. Aber statt dessen werden sie vermüllt. Dies leider nicht in erster Linie durch Abwässer oder Giftmüll – obwohl auch das ernstzunehmende Faktoren sind – sondern durch Plastik. Plastik, Plastik, ohne Ende, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Stoff, aus dem unsere Alltagsträume gemacht werden, ist praktisch unzerstörbar.

Im Minutentakt landet ein Müllwagen Plastik im Meer!

Es scheint kaum vorstellbar, stimmt aber – jede Minute geht der Inhalt eines Müllwagens irgendwo ins Meer. Inzwischen sind es bereits 86 Millionen Tonnen Plastik, die in den Ozeanen dümpeln. So sind im Pazifik bereits „Plastikinseln“ entstanden, deren grösste in ihrer Fläche Europa übertrifft! Darunter sind grössere Teile, die auf den Meeresboden absinken, aber auch schwimmende Plastikstücke, in denen sich Meereslebewesen verfangen und qualvoll verenden oder sie möglicherweise fressen und ebenfalls daran sterben. Nicht weniger gefährlich ist das Mikroplastik. Winzige Partikel, die aus der Zersetzung von Plastikmüll entstehen, die aber auch gezielt anderen Substanzen beigegeben werden – wir finden Mikroplastik in Waschmitteln, Hautcremes, Peelings, Duschgels und Shampoos, so dass sie zunächst ins Abwasser und schliesslich irgendwann ins Grundwasser, in Flüsse und Ozeane gelangen. Und von dort gelangen sie in die Nahrungskette – sprich: auf unsere Teller.

Woher kommt der Müll?

Der grösste Teil des Abfalls in den Weltmeeren wird nicht irgendwo über Bord gekübelt. So einfach ist es nicht. Statt dessen landen auch Plastikprodukte, die auf eine Deponie gekarrt werden, irgendwann im Meer. Vom Winde verweht...denn Plastik kann sich zwar in kleine Teile zersetzen, ist aber so gut wie unzerstörbar. Andere Plastikteilchen entstehen durch unsere Konsumgewohnheiten. Die beliebte kuscheligen Fleecebekleidung etwa sorgt bei jeder Wäsche für hunderte von Plastikfasern, die ins Abwasser und dann irgendwann in Flüsse und Meere gelangen. Unter dem Strich ist es also so, dass jeder, der Plastik verwendet, zur Verschmutzung der Meere beiträgt.

Die Folgen der Verschmutzung

Die Mikroplastik-Partikel werden in den Ozeanen längst von allen Lebewesen mit der Nahrung aufgenommen. Und so enden sie irgendwann auch auf unseren Tellern. Mikroplastik wurde nicht nur in zahlreichen Meereslebewesen nachgewiesen, sondern jüngst auch in menschlichen Stuhlproben. Das Problem, das in unseren Haushalten seinen Anfang nimmt, kehrt also zu uns zurück.

Obwohl die als toxisch betrachteten Weichmacher, die früher bei der Plastikherstellung so oft verwendet wurden, inzwischen innerhalb der EU verboten sind, gelangen sie durch Importe aus Drittstaaten nach wie vor in Umlauf, bleiben in Gebrauch – und landen im Meer. Die Langzeitfolgen sind noch nicht absehbar.

Was kann man tun – was wird getan?

Der bereits in den Ozeanen treibende Plastikmüll befindet sich leider in internationalen Gewässern. So fühlt sich kein Land berufen, hier Massnahmen zu ergreifen, obwohl es weltweit Strategien gibt, zumindest die Küstengewässer und deren Nutzung zu überwachen.

Hoffnung geben Projekte wie die Technologie des niederländischen Erfinders Boyan Slat, der sich der Reinigung der Ozeane verschrieben hat. „The Ocean Cleanup Project“ soll Plastikmüll sammeln und dem Recycling zuführen. An eine Integration in die Filtersysteme von Schiffen wird auch schon gedacht.

Die Hauptquelle für Plastikmüll aber ist jeder einzelne Verbraucher. Und hier kann man wirklich viel tun. Die meisten Plastikerzeugnisse in unserem Alltag sind weder lebensnotwendig noch hübsch und können durch sinnvolle Alternativen ersetzt werden.

Tipps für den Alltag ohne Plastik

  • Einkaufen mit dem Netz oder einem Stoffbeutel
  • Behälter aus Blech, Glas und Keramik anstelle von Plastikfolie verwenden
  • Frische Produkte auf dem Markt einkaufen anstatt verpackter Industrienahrung
  • Keine Einwegerzeugnisse wie Plastikteller oder -löffel nutzen
  • Plastikspielzeug für Kinder vermeiden
  • Getränke am besten aus Glasflaschen
  • Leitungswasser trinken statt Wasser aus Plastikflaschen – es ist oft ohnehin von besserer Qualität

Unterstütze sinnvolle Initiativen!

Wer in der Nähe einer Küste lebt, kann Zeit aufwenden, um bei einem Strandcleanup zu unterstützen. Da wir nicht alle in Sichtweite der Ozeane leben, gibt es ausserdem die Möglichkeit, Projekte wie „Meere ohne Plastik“ durch Spenden zu unterstützen. Ebenso wirksam ist die Initiative Take3 – hier geht es darum, bei jedem Strandbesuch drei Stücke Abfall mitzunehmen. Wenn es jeder tut, entfaltet das eine enorme Reichweite!

Das beste ist und bleibt – Plastik vermeiden. Wer sich Gedanken um seinen Alltagskonsum macht, trägt nicht nur dazu bei, unseren blauen Planeten sauber zu halten, sondern schenkt sich selbst ein Stück bessere Lebensqualität!

1 Kommentar

  • Nicolas: February 11, 2019

    Der take3-Ansatz liesse sich sicher auch auf die vielen Seen hierzulande anwenden. Top Idee!

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