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Über den (Un-)Sinn von Rabatten in der Textilbranche

Gepostet am 05 Oktober 2020

Sale, Ausverkauf, letzte Chance und weitere Schlagworte leuchten uns entgegen, wenn wir durch die Shoppingmeilen streifen oder die Online-Shops diverser Mode-Hersteller besuchen. Die meisten dieser Angebote fördern die Kauflust und regen den Konsumenten an, einen Kauf abzuschliessen, obwohl er das Produkt nicht bräuchte. Rabattschlachten haben – meist zu Recht – einen schlechten Ruf. Warum reduzierte Preise aber nicht immer sinnlos sind, erklären wir euch hier.

SALE-Text an einem Schaufenster

 

Fast Fashion und die saisonalen Rabattschlachten gehen Hand in Hand. Es ist das Prinzip vieler Modelabels ihre Produkte nur eine Saison lang anzubieten und sie – sobald die Saison dem Ende naht – möglichst schnell und dementsprechend günstig loszuwerden. Auch für nachhaltige Modelabels gibt es gute Gründe, die Preise fallen zu lassen. Wir möchten euch hier aufzeigen, weshalb auch NIKIN die Preise bei gewissen Produkten reduziert. Und wie ihr ohne schlechtes Gewissen von den Preisvorteilen profitieren könnt.

Die Logik bei Fast Fashion

Grosse Modelabels im Bereich Fast Fashion bringen jede oder jede zweite Woche neue Kollektionen auf den Markt. Teilweise werden die neuen Produkte sogar direkt als Sale-Artikel angeboten. Dies mit dem Ziel, die Schnäppchenjäger zu einem Kauf zu verleiten. Dass in jedes Kleidungsstück Ressourcen gesteckt werden, geht völlig vergessen. Häufig mangelt es solchen Produkten auch an Langlebigkeit – das bedeutet, dass sie nach maximal einer Saison direkt in der Tonne landen. Heute werden oft die Looks der Stars kopiert und günstig nachproduziert. Nur wenige Tage, nachdem eine Berühmtheit einen bestimmten Look getragen hat, ist das Outfit in den Läden zu finden. In der Textilbranche wird von «Quick Response», zu Deutsch also «schnelle Reaktion» gesprochen. Die Hersteller erhoffen sich so, immer die Bedürfnisse der Kundschaft zu erfüllen. Es bedeutet aber auch, dass die Lebenszeit gewisser Looks nur wenige Wochen beträgt.

Wie NIKIN Kollektionen entwickelt

Während die Fast-Fashion-Marken wie bereits erwähnt in horrendem Tempo Kollektionen entwerfen und auf den Markt bringen, verfolgen wir bei NIKIN einen anderen Ansatz. Wir stecken in jedes neue Produkt viel Liebe, tüfteln monatelang an neuen Ideen rum und achten auf jedes Detail. Das fertige Produkt ist eine Summe aus ganz vielen Arbeitsschritten und sehr vielen involvierten Personen – innerhalb und ausserhalb NIKINs. Dies ändert sich auch dann nicht, wenn du das Produkt zu einem reduzierten Preis erwirbst.

Unser Produktteam beginnt ein halbes bis ein Jahr vor dem Release damit, ihre neuen Schätze zu entwickeln. Dafür sprechen sie mit dem Marketing-Team, suchen Materialien, diskutieren mit Herstellern, entwickeln Designs, besprechen die Farben, entscheiden sich für Grössen und so weiter. Bis das fertige Produkt in unserem Online-Shop erhältlich ist, ist praktisch das ganze NIKIN-Team am Prozess beteiligt und gibt alles, um das bestmögliche Produkt anbieten zu können.

Die Kehrseite des langen Entwicklungsprozesses

Der lange Weg von der Idee zum fertigen Produkt ist nötig, um unseren eigenen Ansprüchen zu genügen und möglichst nachhaltig zu produzieren. Die Kehrseite davon ist allerdings, dass wir nicht so flexibel auf Aktuelles reagieren können. Dies bedeutet, dass in warmen Wintern unsere Wintermützen schlechter als erwartet verkauft werden beispielsweise. Besonders schwierig ist ausserdem die Kalkulation von Randgrössen. Und wir geben zu, ab und an über- oder unterschätzen wir die Nachfrage unserer Kundschaft.

Nachhaltig auch im Design

NIKIN hat schon immer schlichte Designs und Farben bevorzugt. Natürlich könnten auch wir verrückte Schnitte, wilde Muster oder die neusten Trendfarben in unsere Kollektionen packen – unser Produktteam wäre problemlos kreativ genug dafür. Allerdings hat sich NIKIN bewusst dagegen entschieden. Wir möchten, dass unsere Produkte so lange wie möglich getragen werden können. Dafür ist es wichtig, dass sie nie aus der Mode geraten. Deshalb sind unsere Produkte zeitlose Klassiker und können so auch von trendbewussten Personen über lange Zeit verwendet werden.

Begrenzte Lagermöglichkeiten

Unser Standort in Lenzburg ist alles in einem: Büro, Lager, Verkaufsfläche, Cafeteria. Unsere räumlichen Kapazitäten sind also sehr begrenzt. Auch wenn unser Logistik-Team organisiert und strukturiert ist, so fehlt auch ihnen irgendwann der Platz für neue Produkte. Genau deshalb ist es teilweise wichtig, dass die auslaufenden Produkte in nützlicher Frist verkauft werden.

Nicht nur Rabatte

Wegwerfen ist für uns keine Option. Deshalb kommen auch Produkte, die wir mit Rabatt nicht verkaufen können, nicht in die Tonne. Diese Produkte verkaufen wir an unseren Outlet-Verkäufen, geben sie an Outlet-Partner weiter oder spenden sie. Rabatte sind für uns nicht die einzige Option, Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen.

Auch Slow Fashion muss finanziell Sinn machen

Natürlich könnten wir all unsere Produkte, die wir nicht verkaufen, an Bedürftige spenden. Doch NIKIN muss auch als Unternehmen nachhaltig agieren und funktionieren. Unsere Mitarbeitenden erwarten faire Löhne, die Miete für unsere Räumlichkeiten muss pünktlich bezahlt werden und auch die Lieferantenrechnungen gehören rechtzeitig beglichen. Wenn wir Produkte spenden, machen wir Verlust, da unsere Einkaufskosten nicht gedeckt werden. Zwischendurch machen wir das sehr gerne, jedoch können wir das aus wirtschaftlichen Gründen nicht ständig machen.

Vom T-Shirt zum nachhaltigeren Leben

Nachhaltige Mode hat ihren Preis, das ist uns bewusst. Auch wenn wir nachhaltige Mode bezahlbar machen können, so sind unsere Produkte trotzdem teurer als die Billig-Ware einiger grosser Modehäuser. Rabatte sind da eine gute Möglichkeit für weniger gut Verdienende und Studierende, ihre ersten Erfahrungen mit fairer und nachhaltiger Mode zu machen, ohne dass ihr Geldbeutel zu sehr belastet wird. Und unsere Erfahrung zeigt: Einige Kunden beginnen mit einem TreeShirt, informieren sich genauer über NIKIN und einen nachhaltigeren Lebensstil und machen kleine aber stetige Schritte in Richtung eines nachhaltigeren Lebensstils. Wir sind deshalb überzeugt davon, dass Rabattschlachten wenig sinnvoll sind. Gezielt die Preise zu reduzieren, ohne dabei die Ressourcen und die Arbeit hinter dem Produkt zu vergessen, kann aber durchaus sinnvoll sein.

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