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Minimalismus – gut für dich, gut für die Umwelt!

Gepostet am 05 Juni 2020

Wenige Menschen besitzen so viel davon, wovon es anderen fehlt, und dabei geht es nicht nur ums Geld. Wie viele Gegenstände besitzt du und wie viele davon brauchst du wirklich? Minimalismus tut gut.

Minimalismus

Wo bis vor kurzem noch flächendeckend konsumiert wurde, was das Zeug hielt, hält ein neuer Trend Einzug. Weniger ist mehr – nicht nur die Millenials, sondern auch ältere Zeitgenossen beginnen zu hinterfragen, ob man wirklich diesen Überfluss an Dingen benötigt, mit denen sich ein Durchschnittsmensch umgibt.

Konsum macht uns NICHT glücklich

In der Tat gehen wir arbeiten, nehmen Schulden auf und verpflichten uns für Besitztümer, von denen wir oft gar nichts haben. Das Traumhaus? Steht den lieben langen Tag leer. Tolle Autos? Kaum Zeit um sie zu nützen, dazu sind sie teuer und umweltbelastend. Smart TV, Stereoanlage, Gadgets für die Küche... alles bleibt den grössten Teil der Zeit ungenutzt. Denn wir sind ja den ganzen Tag auf der Arbeit. Das hat Folgen. Für Persönliches, für menschliche Kontakte, bleibt wenig Zeit. Kinder und Partner bleiben auf der Strecke, ebenso die eigene Gesundheit.

Unser Konsumverhalten schadet uns selbst – und der Umwelt

Und auch für den Planeten ist der Konsumüberfluss nicht gut. Während früher Obst und Gemüse saisonal auf den Tisch kam, sind wir längst daran gewöhnt, dass es ganze Jahr über frische Früchte aus fernen Gegenden im Supermarkt gibt. Exotische Delikatessen sind keine Seltenheit. Etwas Seltenes soll etwas Spezielles bleiben, doch die Flut der Verfügbarkeiten macht es zur Normalität und nimmt den Dingen das Besondere. Und für unseren Konsum werden anderswo Landschaften, Menschen und Tiere ausgebeutet.

Aber nicht nur das: der globale Konsum schafft Genussgüter und Gebrauchsgegenstände rund um den Globus. Nicht nur unser Essen reist um die halbe Welt, auch die Gegenstände, die wir kaufen. Natürlich ist all das verarbeitet, gekühlt, in Plastik verpackt – und reist oft mit dem Flugzeug.

Überall wird zu viel konsumiert

Zu viel Konsum ist eigentlich in allen Lebensbereichen anzutreffen. Die Menschen zelebrieren ihre vermeintliche, von der Werbung inszenierte Individualität, indem wir Produkte kaufen, die immer auf dem neuesten Stand, immer ein wenig all den anderen, ebenso „individuellen“ Zeitgenossen voraus sein müssen. Ein gutes Beispiel ist die Elektronikbranche, die rund um die Welt Menschen unter wenig nachhaltigen Bedingungen schuften lässt. Das gilt für Kinderarbeit beim Abbau seltener Erden in Afrika ebenso wie in den Chip-Fabriken in Südostasien. Und dabei könnte man sein Handy problemlos einige Jahre lang benutzen. Gleiches gilt für die „Mode“-Industrie. Hier werden billige Wegwerfartikel hergestellt, die höchstens einige Wochen getragen werden und dann wieder neugekauft werden müssen – sogenannte Fast Fashion. An die Umweltschäden beim Anbau der Baumwolle, die Chemikalien in den Färbemitteln und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Menschen in der Dritten Welt denken auch hier lange nicht alle.

Warum Minimalismus?

Diese Überlegungen sind allerdings in den seltensten Fällen die Auslöser für gelebten Minimalismus. In der Mehrzahl der Fälle machen Menschen einen persönlichen Bruch durch, stellen ihr bisheriges Leben in Frage und ändern aufgrund dieser Erfahrung ihr Leben und ihr Konsumverhalten.

Minimalismus oder „bewusstes Leben“ ist ein Gegenentwurf zum vorherrschenden, konsumwütigen Materialismus. Wer sich dafür entscheidet, weniger zu haben, will meist bewusster SEIN. Wer nur wenige Besitztümer hat, ist weniger verpflichtet. Die geringere materielle Verbindlichkeit lässt Freiräume zu – mehr Zeit und Geld für alles, was wirklich zählt. Das befreit.

Minimalismus

Der Schweizer Cédric Waldburger lebt mit nicht mehr als 64 Gegenständen – allesamt in schwarz. Er ist glücklich, schau dir die Reportage über ihn auf Youtube an.

Befreiung von Dingen

Zwar sind nur die Wenigsten unter uns echte „Hamsterer“, die sich von absolut nichts trennen können, aber wir alle behalten einfach zu viele Dinge. Dinge, die wir vielleicht noch irgendwann gebrauchen könnten, Dinge, die „noch gut“ sind oder an denen wir irgendwie einfach hängen. Aber dass man diese Dinge wirklich bewusst benutzt oder zur Hand nimmt, geschieht so gut wie nie. Trennt man sich von ihnen, vermisst man sie nicht – und fühlt sich sogar viel leichter.

Wie lebt sich ein minimalistisches Leben?

Um bewusster zu leben, muss man nicht sofort radikal-minimalistisch werden, wie jene Wundertiere, die mit drei Dutzend Gegenständen in ihrem Besitz auskommen. Wer sich von der Überbewertung materieller Gegenstände und den Anforderungen durch die Arbeitsverdichtung lösen will, muss auch nicht allzu asketisch werden. Es ist ein guter Anfang, den eigenen Alltag zu entrümpeln und das Konsumverhalten auf den Prüfstand zu stellen.

Ratgeber für alle, die sich von der Sammellast befreien möchten, empfehlen zum Beispiel, eine Woche lang täglich mit einem grossen Korb durch die Wohnung zu laufen und alles hineinzulegen, was man entbehren kann. Wer sieben Tage lang den Korb vollmacht, wird es sehr viel leichter finden, sich vom Grossteil seiner persönlichen Habseligkeiten-Halde zu trennen. Schon bald stellt sich eine gewisse Genugtuung ein – weniger staubsaugen, aufräumen, putzen. Dasselbe gilt auch bei Kleidungsstücken. Einige wenige qualitätvolle Stücke, am besten aus nachhaltiger Produktion, ausgelegt für Kombinierbarkeit, ersetzen den überquellenden Kleiderschrank, in dem man ja dennoch nie so richtig was Passendes gefunden hat.

Und der Geldbeutel dankt es – denn wer weniger haben will, gibt weniger aus. Das erlaubt es, die Überstunden herunterzufahren und das Geld, das nicht mehr für den Konsum benötigt wird, in eine gute Flasche Wein, in einige lesenswerte Bücher oder eine Reise zu investieren.

Letztendlich sind es nämlich die emotional berührenden Erlebnisse, an die wir uns am Ende unseres Lebens erinnern.

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NIKIN macht mit

Obwohl wir uns bei NIKIN vor allem mit nachhaltigen Materialien der Modeindustrie befassen und gegen die globale Waldabholzung ankämpfen, ist es wichtig, auch in anderen Lebensbereichen nachhaltig zu denken. Wir wollen die Menschen motivieren, ihren Lebensstil zu überdenken und ihn womöglich nachhaltiger zu gestalten – nicht nur, aber auch mit unseren Kleidungsstücken für ein bewussteres Leben. Überleg dir, was du wirklich brauchst. Dir und der Umwelt zu liebe.

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