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Frequently Bought Together:

Woher kommt mein Produkt?

Gepostet am 23 Oktober 2018

Augen auf beim Einkauf – für die Natur 


Hand aufs Herz, viele von uns wissen nicht wirklich, woher all das kommt, was wir täglich konsumieren. Weisst du, wer die Kleider hergestellt hat, die du trägst? Wer an der Lieferkette der leckeren Schokolade beteiligt ist, die gerade im Angebot ist? Welche Nebeneffekte der Anbau bestimmter Produkte für Mensch und Natur hat? Zugegeben, die Verlockung ist gross, beim Discounter zuzuschlagen. Und wer muss heutzutage nicht aufs Geld schauen? 
Dennoch: wenn man einmal weiss, welche Konsequenzen die Produktion und der Vertrieb vieler Massenprodukte haben, denkt man vielleicht anders darüber. Und schränkt sich zumindest ein wenig ein. 


Wo kommt überhaupt all das her, was täglich in unserem Einkaufskorb landet? 


Gute Frage – es ist nämlich oft gar nicht so einfach, nachzuvollziehen, welchen Weg manche Produkte nehmen. Die himmelschreiende Logistik der preisgünstigen Tiefkühlkrabben, die in der Nordsee gefischt, in Marokko (wirklich wahr!) gepult und anschliessend wieder nach Deutschland zurückverfrachtet werden, ist nur durch eine gut angelegte Recherche und eine TV-Dokumentation ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt. 


Mode aus der Öko-Hölle 


Kleidungsstücke beispielsweise werden heutzutage in unglaublichen Mengen in den Armenhäusern der Welt produziert, bevorzugt in Bangladesh, aber auch in China. Welche Arbeitsbedingungen dort herrschen, wollen manche Kunden möglicherweise gar nicht wissen. Und natürlich werden für die Fashion-to-go auch jede Menge Chemikalien eingesetzt, die irgendwann im Abwasser – und dann im Grundwasser – landen. Meistens da, wo Menschen in unmittelbarer Nähe leben, Landwirtschaft betreiben, Brunnenwasser holen.  


Kinderarbeit und Umweltbelastung bei vielen Konsumgütern 


Auch die Schokolade, die wir alle so lieben, stammt oft von Kakaofarmen in Westafrika oder Südamerika. Die Arbeitsbedingungen sind suboptimal, Kinderarbeit ist keine Seltenheit, der Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden wird von den Betreibern oft verschleiert. Dasselbe gilt für den Anbau von Schnittblumen – die schönen bunten Sträusse, die oft so billig angeboten werden, kommen von weit her. Sehr oft aus Südamerika. Die Arbeiter – meist sind es Arbeiterinnen – sind ebenso wie viele Hilfsarbeiter in der Dritten Welt den Umweltgiften, die beim Anbau eingesetzt werden, schutzlos ausgesetzt. Obendrein sickert auch hier alles, was grosszügig versprüht wird, damit wir schöne Blumen in der Vase haben, ins Grundwasser oder wabert sogar in die umliegenden Dörfer. 


Grossflächige Umweltzerstörung – für den Profit 


Und über die Palmölplantagen, die riesige Regenwaldflächen verschlingen, wollen wir hier nicht ausführlich reden, zumindest dies ist bekannt und sogar die Hersteller von Lebensmitteln, etwa von Nussnougatcreme, schwören dem Palmöl zunehmend ab. 
Du siehst, die Welt ist nicht überall schön. Und unser Konsum – vor allem unser bezahlbarer Konsum – hat seinen Preis. Den aber zahlen andere. Irgendwo, wo wir es nicht sehen. 


DU kannst etwas tun – und es ist gar nicht mit viel Aufwand verbunden 


Dabei kann man eine ganze Menge tun. Das nächstliegende ist natürlich, dass du in deiner unmittelbaren Umgebung dort einkaufst, wo du sehen kannst, wie deine Lebensmittel, dein Saft oder Wein erzeugt werden. Das geht durchaus – viele Bauern betreiben Hofläden und gehen in der Transparenz so weit, dass es sogar Betriebsbesichtigungen gibt. Und einige von ihnen haben sich dem nachhaltigen Anbau verschrieben, so dass du Lebensmittel in Bio-Qualität in ihrer Saison kaufen kannst. Damit kaufst du fair und unterstützt die regionalen Produzenten. Und bei Lebensmitteln schmeckst du den Unterschied! 


Fairtrade – nachhaltig, ökologisch, fair 


Bei Artikeln aus anderen Teilen der Welt, aber auch beispielsweise bei Kleidung oder Spielzeug, bei Geschenkartikeln, Kosmetika und dergleichen wird es schon schwieriger. Doch keine Sorge, auch das kann man mit gutem Gewissen kaufen. Dafür gibt es das weltweit agierende Fairtrade-Netzwerk. Fairtrade bedeutet zunächst, dass Erzeuger fair und angemessen bezahlt werden. Gleichzeitig bemüht sich Fairtrade aber auch um Nachhaltigkeit in der Produktion. So wird in den Herkunftsländern Aufklärung und Schulung betrieben und wichtige Unterstützung geleistet, damit die Produzenten lernen, hochwertige Waren zu erzeugen, für die der Verbraucher in Europa gern etwas mehr zahlt. Da Fairtrade-Erzeuger mithilfe des Konzepts oft aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen können, ist oft der erste Schritt, die eigenen Kinder besser auszubilden und so die Effekte an die nächste Generation weiterzugeben. 


Deshalb: Augen auf beim Shoppen 


Produkte aus fairem Handel sind mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet. Manche von ihnen findet man in konventionellen Supermärkten oder Drogerien. Darüber hinaus kannst du aber in den sogenannten Weltläden nach Herzenslust stöbern. Hier gibt es von der Kleidung bis zum Schokoriegel nur Waren, die vor dem strengen Blick der Weltläden-Einkäufer bestehen konnten.  
 
 
 
 

1 Kommentar

  • Stefan: October 27, 2018

    Guter Artikel! Warum ist er in den sozialen Medien nicht zur Sprache gekommen..?!

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